Generalat der Krankenschwestern vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus

Lasst uns beten zu Gott, unserem Vater


"Denn ich werde dir Gesundheit zurückgeben und

deine Wunden werde ich heilen, erklärt der Herr."

Jeremia 30:17


Der Ausbruch der Corona-Virus-Epidemie mit der wachsenden Zahl der Opfer, der infizierten Menschen und den in Quarantäne verweilenden auf der ganzen Welt, ist sehr alarmierend.

Unsere Generaloberin, Schwester M. Margarete Ulager, schrieb einem Brief an alle Schwestern unserer internationalen Kongregation:

„Wir befinden uns in einer nie gekannten Situation, in der sich mehr und mehr die Grenzen der Länder auf allen Kontinenten schließen, viele Menschen leiden, Volkswirtschaften ins Wanken geraten und ganze Gesellschaften unter Quarantäne gestellt werden. Was dies für alle Bereiche des menschlichen Lebens bedeutet, gesellschaftlich, existentiell, soziologisch, ökonomisch und mehr, birgt für Menschen auf der ganzen Welt große Unsicherheiten, gravierendste Einschränkungen und Belastungen. Uns wurde fundamental gezeigt, wie verletzlich, verwundbar und abhängig wir doch letztendlich sind. Angesichts dieser Weltlage ist es wichtig, die Grenzen unseres Herzens nicht zu schließen, sondern weit zu öffnen, damit wir miteinander neue Wege der Solidarität, Hilfe und Anteilnahme finden und Menschen nicht in die Isolation geraten.

Die Corona-Krise und die Auswirkungen werden in unserer Gesellschaft bleibende Spuren hinterlassen. Sie zeigt uns, dass eben nicht alles machbar ist, aber wir können dieser Krise mit großer Stärke, Solidarität und Zusammenhalt begegnen. Unsere internationale, weltweite Kongregation ist ein Beispiel dafür.

Unsere digitale Welt kann echte menschliche Begegnung und Interaktion nicht ersetzen, aber sie zeigt, dass man die Menschen auch in solchen Situationen vernetzen und berühren kann. Liebe Schwestern, möge es uns gelingen, wieder neu zu entdecken, was wirklich kostbar ist, wie wir einander helfen können und jenen, die so dringend Hilfe benötigen, beistehen können. Das Gebet ist an keine Grenzen gebunden.“

 

Da wir keine andere Alternative haben, haben wir alle internationalen Reisen und Konferenzen abgesagt.  „Des Menschen Herz plant seinen Weg, doch der HERR lenkt seinen Schritt. (Sprichwörter 16,9)

Wir Franziskanerinnen versichern Ihnen unser Gebet - für Sie und alle, die Ihnen am Herzen liegen. Lassen Sie uns in dieser herausfordernden Situation, die die ganze Welt betrifft, weiterhin auf Gott vertrauen. Wir beten, dass wir vereint, ruhig und hoffnungsvoll bleiben können. Bitten wir Gott um seine Hilfe und Barmherzigkeit. Vergessen wir während der Corona-Krise nicht die Flüchtlinge in unserer Welt, die immer noch leiden. Angesichts dieser unerträglichen Situation fühlen wir uns oft so machtlos. Sie brauchen unser Gebet und unsere Unterstützung und wo immer wir können, unsere Hilfe.

Das Gebet ist eine gewaltige Macht! Das dürfen wir nie vergessen.