Generalat der Krankenschwestern vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus

Wir feiern den 175 Jahrestag der Gründung unserer Kongregation!


Heute, am 2. Juli 2019, feiern wir in allen Provinzen den 175. Jahrestag der Gründung unserer Kongregation. In Gedanken und im Gebet sind wir an diesem Tag - über alle Grenzen hinweg - in besonderer Weise miteinander verbunden: In Deutschland, Polen, Amerika, Japan, Indien,  Niederlande, Korea, Kasachstan und Vietnam.

Durch die Gnade Gottes und durch die Hingabe und Opferbereitschaft von Pater Christoph Bernsmeyer wurde am 2. Juli 1844, dem Fest Maria Heimsuchung, unsere franziskanische Kongregation gegründet.

Unser Gründer Pater Christoph Bernsmeyer und unsere ersten Schwestern sind ein bleibendes Zeichen dafür, dass Gott in der Lebensgeschichte eines jeden Menschen gegenwärtig ist. Über Jahrhunderte hinweg haben unzählige Menschen die ‚heilende Gegenwart Jesu Christi‘ durch den hingebungsvollen Dienst unserer Schwestern erfahren dürfen. Niemand kann genau wissen, wie Pater Bernsmeyer über das Leben und Werk der von ihm gegründeten Gemeinschaft dachte. Wir sind aber davon überzeugt, dass Pater Christoph auf jene unzerstörbare und rettende Güte und Macht Gottes vertraute, die es ihm ermöglichte, in den widrigen Umständen seiner Zeit treu den Weg mit Gott zu gehen.

Die Geschichte unserer Kongregation von 1844 - 2019 ist auch eine lange Glaubens- und Gebetsgeschichte in einer ständig sich verändernden Welt. Im deutschen Gotteslob lesen wir in der Hinführung zu den Psalmen: „Lob ist eine Haltung, die die Veränderung der Welt will, doch Gott das letzte Wort lässt. Wer bittet, geht von sich und seiner Welt aus, wer lobt, geht von Gott aus, von einer Zukunft, die seine Zukunft ist.“ Überlassen wir Ihm also das letzte Wort und vertrauen darauf, dass er uns hoffnungsvoll in SEINE Zukunft führt! 

Unser Jubiläum ist eine Zeit der Gnade,  die Hingabe einer jeden Schwester hat diesen Jahren Leben geschenkt und die 175-jährige Geschichte unserer Kongregation besonders geprägt. Zu dieser Geschichte gehören auch alle Schwestern, die uns durch den Tod bereits vorausgegangen sind und nun nah bei Gott Fürsprache einlegen für uns. Wir denken auch an all jene Schwestern, die unsere Gemeinschaft verlassen haben - aus welchen Gründen auch immer. Gott hat uns in seine Nachfolge gerufen um zu einen, zu heilen, zu versöhnen und das Leben zu fördern, an dem Platz den Gott uns gab - in jeder Phase unseres Lebens.

Wir erinnern uns in diesem Jubiläumsjahr dankbar an alle Schwestern, die uns vorangegangen sind, an unsere geistlichen Direktoren, unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, unsere Wohltäter, alle die uns freundschaftlich verbunden sind und an unsere Familien, die uns auf unserer Lebensreise begleitet haben.

An unserem Jubiläumstag beteten wir in der Gnadenkapelle zu Telgte und baten Maria, die Mutter unseres Herrn um ihre Fürsprache. Gott hat uns in seine Nachfolge gerufen um zu einen, zu heilen, zu versöhnen und das Leben zu fördern, an dem Platz den Gott uns gab - in jeder Phase unseres Lebens. Unser Charisma, unser Sein ist wichtig - ob alt oder jung, krank oder gesund, kraftvoll oder gebrechlich, mit zitternden Händen - Gottes Gnade und seine Berufung bleiben, „wo immer wir sind und was immer wir tun“.

Schwester M. Margarete Ulager, O.S.F.
Generaloberin