Generalat der Krankenschwestern vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus

Schwester M. Faustiniana Baron

✝ Freitag, 25. Dezember 2020


„Die Freude am Herrn ist unsere Stärke.  Neh 8,10

 Am Weihnachtstag, 25. Dezember 2020, wurde zum ewigen Leben gerufen unsere liebe          Schwester M. Faustiniana Baron.

Schwester M. Faustiniana wurde am 6. März 1935 in Wengern, Landkreis Oppeln, O.S. geboren. Sie trat am 20. Februar 1954 in unsere Ordensgemeinschaft ein. Die erste Profess legte sie am 28. Oktober 1956 ab.

Schwester M. Faustiniana begann ihren Dienst in unserer Kongregation mit der Arbeit im Pflegeheim in Oppeln-Stephanshöh, wo sie über 25 Jahre als Buchhalterin tätig war. Nach kurzer Vertretung in St. Monika Haus, kam sie nach Jeroltschütz (Kreuzburger Land), wo sie von 1981-1990 als Kinderbetreuerin arbeitete. Nach Auflösung des dortigen Konventes kam sie in das Priesterheim in Oppeln, wo sie fünf Jahre im Speisesaal des Hauses den Priestern und Gästen diente. In den Jahren 1998-2011 hatte sie die Verantwortung der Konventsoberin in Breslau inne. Danach kam sie in das Provinzhaus in Ullersdorf, wo sie im Refektorium den Mitschwestern mit Freude und Wohlwollen diente. Ende Oktober 2016 erlitt sie einen Schlaganfall und lebte seitdem in unserem Pflegeheim in Oppeln-Stephanshöh.

Schwester M. Faustiniana war sehr fleißig und gründlich. Als Konventsoberin hat sie sich über viele Jahre hinweg immer mit großer Freundlichkeit und Herzlichkeit um die Schwestern gekümmert. Sie war offen und herzlich gegenüber den Gästen und Schwestern. Sie interessierte sich für das Leben in der Gemeinschaft, sowie für ihre Verwandten und Freunde. Sie freute sich über Besuche von ihren Angehörigen, besuchte aber auch gerne, soweit es ihr Gesundheitszustand zuließ, ihre Familie.

Wir werden sie als herzliche, fröhliche Schwester in Erinnerung behalten; optimistisch eingestellt zum Leben. Sie konnte sich an Kleinigkeiten erfreuen. Trotz der Tatsache, dass die letzten 4 Jahre ihres Lebens das Apostolat des Gebetes und des Leidens ihr Anteil war, ein Lächeln auf ihrem Gesicht war stets zu sehen. Oft konnte man sie in der Haus-Kapelle in der Anbetung des Herrn treffen, mit einem Rosenkranz in der Hand. In ihrem Leben übergab sie verschiedene Angelegenheiten und Entscheidungen dem Herzen Jesu, auch empfahl sie sich und andere der Fürsprache Mariens und des hl. Josef.

Schwester M. Faustiniana hatte in unserer Gemeinschaft Verwandte und drei leibliche Schwestern. Schwester M. Wilborada, ihre Zwillingsschwester Schwester M. Wilborada, die ihr im Tode vorangegangen sind, und Schwester M. Taurina, die sich in den letzten Jahren sehr um sie gekümmert hat. Schwester M. Taurina sprechen wir unsere aufrichtige Anteilnahme aus.

Schwester M. Faustiniana hatte noch am Heiligabend an der Vesper und am traditionellen Abendessen in der Gemeinschaft der Schwestern teilgenommen. In den frühen Morgenstunden des Weihnachtstages wurde sie unerwartet von Gott heimgerufen.

Wir wissen Schwester M. Faustiniana nun in der Liebe Gottes und in seinem Frieden geborgen. Das gibt uns Trost. Gott dankend für ihr Leben nehmen wir von ihr Abschied. Wir bitten Gott, ihr alles Gutsein zu vergelten. Im Gebet und in der Eucharistiefeier gedenken wir ihrer.